
©Gemeinde Wals-Siezenheim
Das spezielle Jahr 2020 hat sich auch in der Gemeinde Wals-Siezenheim, so wie im Österreichtrend, in einem erhöhten Pro-Kopf-Aufkommen an Müll letztendlich zu Buche geschlagen. Dies liegt vor allem daran, dass unsere Bürgerinnen und Bürger die Zeit genutzt haben, ihre Wohnungen zu entrümpeln. So stieg hauptsächlich das Aufkommen bei Sperrmüll und Bauschutt. Aber auch im Bereich der Altpapiersammlung hat unsere Gemeinde zugelegt.

Dass die Menschen mehr Zeit zuhause verbrachten, zeigt sich auch im steigenden Anteil des Biomülls und der Speisefette (der orange Öli-Kübel). Im Bereich der Problemstoffe merkt man, dass es immer mehr Alltagsartikel gibt, die mit Batterien gespeist werden: blinkende Schuhe, leuchtende Rucksäcke, sprechendes Kinderspielzeug.

Im Bereich des Verpackungsabfalls hat die Sammelmenge des Altglases im Vergleich zum Vorjahr um 30 % zugenommen. Wir haben hier gemeinsam mit der Austria Glas Recycling Container ausgetauscht und besser beschriftet und auch neue Container aufgestellt. Der Anteil beim Plastikmüll hingegen hat sogar leicht abgenommen. Das liegt jedoch nicht am Sammelsystem, das bei uns gut aufgestellt ist, sondern daran, dass über viele Monate weniger eingekauft wurde.

Insgesamt hat dennoch das Pro-Kopf-Aufkommen deutlich zugelegt. Waren es im Jahr 2019 noch etwa 608 kg Müll je Einwohner, so stieg dieser Wert im Jahr 2020 auf 637 Kilogramm. Wir liegen hier immer noch im österreichischen Spitzenfeld – hier liegt der österreichweite Durchschnitt bei ca. 520 kg je Einwohner. Wir sind im Trennen etwas besser geworden – aber dennoch haben wir es bei jedem Einkauf in der Hand zu entscheiden – am besten ist es immer noch, wenn gar kein Müll entsteht.